Tidesteuerung und Schifffahrt
17. März 2026
Markus Jänen vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee berichtete in der Vortragsreihe "Masterplan kompakt" über das Zusammenspiel von Schifffahrt und Tidesteuerung. Er beleuchtete zudem den Abstimmungsprozess mit den Schifffahrtstreibenden, um die verkehrsverträglichste Variante zu ermitteln.
Wie Tidesteuerung und Schifffahrt zusammenpassen
Markus Jänen vom WSA Ems-Nordsee berichtete über Historie und Planung der Tideniedrigwasseranhebung

Schon vor der Vereinbarung zum Masterplan Ems im Jahr 2015 haben die Bundeswasserstraßenverwaltung und das Land Niedersachsen Konzepte entwickelt, wie man mit technischen Lösungen das aus dem Gleichgewicht geratene Zusammenspiel von Ebbe und Flut wieder ausbalancieren und damit den Schlickeintrag in den Fluss minimieren kann. Markus Jänen, Fachbereichsleiter beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ems-Nordsee, stellte in seinem Vortrag in der Reihe "Masterplan kompakt" in der Naturschutzstation Ems einige der Konzepte vor, die am Ende in der Flexiblen Tidesteuerung mit dem Emssperrwerk zusammenflossen.
Das WSA hatte im Vorfeld der Entscheidung für eine Variante des Sperrwerkseinsatzes gegen den Schlick auch zu ermitteln, welche Steuerung und welche Schließzeiten im Tideverlauf am besten mit der Schifffahrt auf dem Fluss zu vereinbaren seien. Mit einem Arbeitskreis, in dem alle Akteure aus der Schifffahrt vertreten waren, und einem Verkehrsgutachten wurden aufgrund der tatsächlichen Verkehrsläufe auf der Ems mehrere Varianten untersucht und am Ende die Tideniedrigwasseranhebung als verkehrsverträglichste Variante identifiziert. Die Einzelheiten finden Sie in dem Vortrag des Abends hier.










