Flüssigschlick auf der Spur
30. Januar 2026
Dr. Dennis Oberrecht von der Forschungsstelle Küste des NLWKN befasst sich seit Jahren mit dem Phänömen des Flüssigschlicks in der Ems. Jetzt berichtete er über Ergebnisse und Schlussfolgerungen seiner Forschung in der Reihe "Masterplan kompakt" in der Naturschutzstation Ems.
Was es mit dem Flüssigschlick auf sich hat
Vortrag von Dr. Dennis Oberrecht von der Forschungsstelle Küste in der Naturschutzstation

Dass die Ems mit zu viel Schlick belastet ist, sieht man auf den ersten Blick. Trübes Wasser, verschlickte Uferbereiche. Doch unter dem Wasserspiegel gibt es ein Phänomen, das die Hauptlast für den Fluss darstellt: der so genannte „Flüssigschlick“. Diese Substanz beleuchtete Dr. Dennis Oberrecht von der Forschungsstelle Küste des NLWKN in Norden jetzt in einem Vortrag der Reihe „Masterplan kompakt“ in der Naturschutzstation Ems.
Die dickflüssige Mischung aus Wasser und Sedimenten prägt die Ems zwischen Leerort und Herbrum besonders im Sommer. Die Konsistenz, die ein Absinken auf den Grund verhindert, und die Tatsache, dass Bakterien den organischen Anteil zersetzen und dabei viel Sauerstoff verbrauchen, machen die Ems in bestimmten Abschnitten lebensfeindlich für Tiere und Pflanzen.
Dr. Dennis Oberrecht hat mit weiteren Wissenschaftlern seit Jahren die Besonderheiten und die Herkunft des Flüssigschlicks in der Ems erforscht. Dazu dienten u.a. die Messwerte, die während des technischen Tests der Tidesteuerung im Jahr 2020 ermittelt wurden. Die Forschungsergebnisse flossen und fließen in die Entwicklung der Tidesteuerung mit ein.
Dr. Oberrechts Vortrag finden Sie hier.










