Masterplan-Tagebuch

Masterplan-Tagebuch

Der Polder nach dem Bau

21. Mai 2024

Im Tidepolder Coldemüntje wird noch einige Zeit gebaut. Danach sollen dort tidebeeinflusste Lebensräume entstehen. Über die Testphase nach der Fertigstellung und die Beobachtung dessen, was sich da genau an Flora und Fauna im Polder entwickelt, berichtete der Biologe Dr. Claus Hinz vom Geschäftsbereich Naturschutz des NLWKN, jetzt in der Naturschutzstation Ems.

Polder fertig – und dann?

Dr. Claus Hinz sprach in der Naturschutzstation über die Entwicklung nach der Fertigstellung des Polders Coldemüntje

Wenn die Bauarbeiten am Tidepolder Coldemüntje und seinem Aus- und Einlassbauwerk abgeschlossen sind – dann sollen sich in dem Gebiet neue Lebensräume entwickeln. Aber: Welche Lebensräume genau sind das? Und was ist eigentlich das Ziel dieser Entwicklung? Wie kann man unterstützen oder nachsteuern?

Über Tideauwald, Röhrichte, Süßwasserwatt und von Ebbe und Flut beeinflusste Priele erfuhren die Gäste einiges: Warum sie so selten geworden sind, welche Lebewesen sich dort ansiedeln können und wie sich die unterschiedlichen Areale im Polder Coldemüntje nach dem Anschluss an die Tide entwickeln werden. 

Dr. Claus Hinz, der u.a. als Koordinator für den Bau mehrerer Masterplan-Polder arbeitet, machte deutlich, dass die Arbeit für die Biologen und Naturschutzmitarbeiter lange nicht beendet ist, wenn die Bauarbeiter abrücken. Ein sorgfältiges Monitoring der Flächen steht genauso an wie die Überwachung der Funktion des Ein- und Auslassbauwerks und seine Kalibrierung.

Er machte auf Fragen aus dem Publikum auch deutlich, dass die Entwicklung in den Poldern des Masterplans Ems sich durchaus unterscheiden kann. Während beispielsweise im Polder Coldemüntje Weidengebüsche und Wälder durchaus willkommen sind, seien sie das im geplanten Polder Leer nicht. Hier dürfe die Hochwasserschutzfunktion des Polders für das Leda-Jümme-Gebiet nicht beeinträchtigt werden.

Den Vortrag von Dr. Claus Hinz finden Sie hier: