NLWKN-Freiwillige im Polder

14. Juli 2025

Masterplan Ems und Tidepolder Coldemüntje standen im Mittelpunkt eines Infotags, bei dem junge Menschen, die beim NLWKN ihren Bundesfreiwilligendienst oder ihr Freiwilliges Ökologische Jahr absolvieren, jetzt an der Ems unterwegs waren. Neues Wissen und viele Vogelsichtungen hatten die jungen Leute am Ende im "Gepäck".

Infotag in Sachen Masterplan Ems

Junge Freiwillige des NLWKN informieren sich über MPE 2050 und erkunden den Polder Coldemüntje

Großes Interesse am Masterplan Ems: Junge Menschen, die derzeit beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ihren Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, haben sich jetzt (Juli 2025) über Ziele, Maßnahmen und Hintergrund des Masterplans Ems 2050 (MPE) informiert. Den Auftakt des Tagesprogramms bildete eine Runde in der Naturschutzstation Ems in Terborg, wo Felix Närmann, Mitarbeiter der Station, und Thorsten Kuchta, Pressesprecher des Masterplans Ems, zunächst die Grundlagen des Masterplans erklärten. Felix Närmann berichtete dabei auch aus der praktischen Arbeit in der Station, die von Feldforschung über Betreuung landeseigener Naturschutzflächen und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Mitarbeit an Planung und Vorbereitung konkreter Maßnahmen des MPE reicht. Die jungen Menschen, die in den Bereichen Naturschutz und Wasserwirtschaft von den Nordseeinseln bis ins südliche Niedersachsen aktiv sind, erhielten so auch Einblicke in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten beim NLWKN. 

Von der Naturschutzstation Ems ging es dann zum Tidepolder Coldemüntje in der Gemeinde Westoverledingen. Die Gruppe kam gerade rechtzeitig an, um zu verfolgen, wie die obere Schicht des Emswassers über Einlassbauwerk, Sedimentationsbecken und Überlaufschwelle in das Prielsystem floss und so den Tidenhub von rund einem Meter ermöglicht, der das wasserführende System prägt. Die Vogelwelt des Polders begeisterte die jungen Freiwilligen; Löffler, viele Entenarten, Kiebitze, Säbelschnäbler und Blässhühner, um nur einige zu nennen, präsentierten sich den mit Spektiven und Ferngläsern ausgerüsteten Besuchern. Felix Närmann beleuchtete abei, dass sich das Gebiet frei entwickeln und sich damit auch die Vogelwelt von den Wiesenvögeln zu den eher röhricht- und wattaffinen Brut- und Rastvögeln verschieben werde. Im Rahmen des Masterplans Ems werden deswegen auch neue Wiesenvogelgebiete entwickelt.