Freie Bahn für Wassertiere

Freie Bahn für Wassertiere

Durchgängigkeit von Sielen

Die Ems ist über Schleusen, Siele und Schöpfwerke mit vielen Gewässern des Binnenlandes verbunden. Diese Bauten, die den Fluss von den Nebengewässern abtrennen, sind für Fische und andere Lebewesen oft gar nicht oder nur sehr schwer zu passieren. Damit diese Tiere ihre angestammten Lebensräume wieder erreichen können, wurde im Masterplan Ems 2050 vereinbart, gemeinsam mit Deich- und Entwässerungsverbänden nach Lösungen zu suchen, die den Tieren die Passage der Bauwerke erleichtern und so die Lebensräume der betroffenen Arten erheblich vergrößern könnten.

Das würde auch aus Sicht der EU die Qualität des Ems-Ästuars deutlich verbessern und damit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und deren Gebot zur Verbesserung der Gewässerqualität Rechnung tragen.

Für die Verbesserung der Durchgängigkeit am Knockster Siel wurde inzwischen nach der positiven Aussage einer Machbarkeitsstudie eine Vorzugsvariante ausgewählt: Unter anderem soll eine Umprogrammierung der Torsteuerung voraussichtlich bereits ab Frühjahr 2017 zur Fischwanderzeit die Bedingungen für wandernde Arten verbessern.

Am Oldersumer Sieltief ergaben die bisherigen Untersuchungen, dass eine bessere Durchgängigkeit mit gezielten Fischschleusungen an der Oldersumer Schleuse erzielt werden können. Auch hier wird es voraussichtlich 2017 losgehen.

Weitere Untersuchungen für Verbesserungen stehen für folgende Siele auf dem Plan:

  • Sauteler Siel
  • Pogumer Siel
  • Ditzumer Siel
  • Coldeborger Sieltief
  • Jemgumer Sieltief
  • Soltburger Sieltief
  • Stapelmoorer Sieltief.