Steuerungsausschuss Flächenmanagement

Steuerungsausschuss Flächenmanagement

Sitzung am 14.09.2016

Der Auftrag der Vertragspartner im Masterplan Ems 2050 an die Landesverwaltung, bis Ende des Jahres 50 Hektar Land für den Wiesenvogelschutz zu erwerben, wird zu erfüllen sein. Das Flächenmanagement für den Masterplan Ems 2050 ist beim ArL angesiedelt. Die bisher angekauften Flächen befinden sich im Landkreis Aurich und im nördlichen Emsland. Die vom Land gezahlten Preise bewegten sich im üblichen Rahmen, hieß es.

Im Landesbehördenzentrum Oldenburg fand zu diesem Thema die bereits fünfte Sitzung des Steuerungsausschusses Flächenmanagement statt. Daran nahmen Vertreter der Landwirte im Geltungsbereich des Masterplan Ems 2050, der Landkreise Emsland, Leer und Aurich, der Stadt Emden, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Naturschutzverbände teil. Erörtert wurden in der Runde auch die künftigen Auflagen für die naturschutzkonforme Bewirtschaftung der angekauften Flächen.

Für die Flächen des Masterplans Ems 2050 werden mittelfristig die Landkreise mit dem NLWKN Bewirtschaftungskonzepte erarbeiten, die dem Steuerungsausschuss Flächenmanagement vorgestellt werden. Als Grundlage dafür erheben die Mitarbeiter der Naturschutzstation Ems – eine Einrichtung des Masterplan Ems 2050 unter Regie des NLWKN – die Vogelbestände und machen naturschutzfachliche Vorschläge für sinnvolle Entwicklungsmaßnahmen.

Bis dahin sollen auf den angekauften Flächen im Emsland die bewährten Festsetzungen des Landkreises für kreiseigene Vogelschutzflächen gelten. Im Landkreis Aurich grenzen die erworbenen Flächen an Bereiche an, in denen der NLWKN weitere Naturschutzflächen zur Sicherung von Lebensräumen für Wiesenvögel aus dem mit EU-Mitteln geförderten, großen LIFE-Naturschutzprojekt “Wiesenvögel“ erwerben wird. Die dort geltenden Bewirtschaftungsauflagen sollen auf den Flächen des Masterplan Ems 2050 übernommen werden. Die Flächen werden mit den jeweils geltenden Auflagen an Landwirte verpachtet.

Die Bewirtschaftung der Flächen ist für den Erfolg des Wiesenvogelschutzes notwendig. Mit den Pächtern können die Regeln auch flexibel gehandhabt werden, wenn es den Zielen dient und nicht widerspricht. Dabei geht es unter anderem um späte Mahdtermine, die Dichte des Viehbesatzes und das Verbot von Düngung und des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Im Dialog mit den Landwirten sollen die jeweils besten Lösungen umgesetzt werden.

Auch bei einer Vernässung von Flächen soll eine Bewirtschaftung möglich bleiben. Ein überall gültiges starres Schema kann es angesichts sehr verschiedener Bodenverhältnisse auf den Flächen ohnehin nicht geben. Die Flächen für den Masterplan Ems 2050 werden mit Landesmitteln für den Naturschutz erworben und dienen daher vorrangig dem Schutz des Lebensraums für Wiesenvögel.   

Bildrechte: ArL Weser-Ems
Bildrechte: ArL Weser-Ems