Gemeinsam
gegen den Schlick

Gemeinsam
gegen den Schlick

Bund und Land entwickeln „Flexible Tidesteuerung“

Bund und Land haben sich auf ein gemeinsames technisches Modell verständigt, um der Verschlickung der Ems den Kampf anzusagen und damit dem wichtigsten Ziel des Masterplans näherzukommen: der Lösung des Schlickproblems und der Verbesserung der Gewässergüte. Mit den Toren des Emssperrwerks soll künftig die Tide beeinflusst werden. Die grundsätzliche Machbar- und Wirksamkeit der „Flexiblen Tidesteuerung“ wurde in zwei Studien erwiesen, die die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Unterstützung renommierter Fachgutachter verfasst haben. In weiteren aktuellen Untersuchungen hat die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebes die Notwendigkeit und Wirksamkeit erneut bestätigt. Es wurde aber auch das Thema zusätzlicher Maßnahmen behandelt. Der Lenkungskreis des Masterplans Ems nahm die Zwischenergebnisse in seiner Sitzung am 7. März 2019 zur Kenntnis, stellte aber fest, dass die Untersuchungen noch keine hinreichende fachliche Grundlage für über die Tidesteuerung hinausgehende Maßnahmen darstellten. Der Lenkungskreis beauftragte daher den NWLKN, die Antragsunterlagen für den Bau einer Sohlsicherung und den Betrieb der „Flexiblen Tidesteuerung“ in Abstimmung mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu erstellen und das Verfahren zügig einzuleiten. Ob in diesem Zusammenhang zusätzliche Maßnahmen nötig werden könnten, die über die im Masterplan vereinbarten Maßnahmen hinausgehen, solle parallel ohne Zeitdruck geprüft werden. Die Gespräche des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden mit der Schifffahrt über eine verkehrsverträgliche Tidesteuerung werden ebenfalls parallel fortgeführt. Ein Zeitplan für das Verfahren soll den Vertragspartnern im September 2019 vorgelegt.

Computeranimation der geplanten Tidesteuerung

Flexible Tidesteuerung am Emssperrwerk - Sachstand und Ausblick

Die hier nun öffentlich verfügbaren Dokumente sind Machbarkeitsstudien und Gutachten. Letztere dienten den Verfassern der Studien als Unterstützung für ihre Einschätzungen. Die Einzelgutachten sollten daher nicht isoliert betrachtet werden, sondern mit Blick auf ihre Auswertung in den Machbarkeitsstudien.

Wichtig: Es handelt sich bei den vorliegenden Papieren nicht um Planungen, die realisiert werden, sondern um den Nachweis der grundsätzlichen technischen Machbarkeit und in Modellrechnungen bestätigten Wirksamkeit der „Flexiblen Tidesteuerung“. Zurzeit werden Unterlagen für Planfeststellungsverfahren erstellt, in deren Verlauf unter Beteiligung der Öffentlichkeit und aller Betroffenen in einem rechtsstaatlichen Verfahren eine genehmigungsfähige Detailplanung erarbeitet wird.

Präsentation de Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes vom 17.02.2017

Machbarkeitsuntersuchung zur Tidesteuerung mit dem Emssperrwerk Gandersum

Die hier nun öffentlich verfügbaren Dokumente sind Machbarkeitsstudien und Gutachten. Letztere dienten den Verfassern der Studien als Unterstützung für ihre Einschätzungen. Die Einzelgutachten sollten daher nicht isoliert betrachtet werden, sondern mit Blick auf ihre Auswertung in den Machbarkeitsstudien.

Wichtig: Es handelt sich bei den vorliegenden Papieren nicht um Planungen, die realisiert werden, sondern um den Nachweis der grundsätzlichen technischen Machbarkeit und in Modellrechnungen bestätigten Wirksamkeit der „Flexiblen Tidesteuerung“. Zurzeit werden Unterlagen für Planfeststellungsverfahren erstellt, in deren Verlauf unter Beteiligung der Öffentlichkeit und aller Betroffenen in einem rechtsstaatlichen Verfahren eine genehmigungsfähige Detailplanung erarbeitet wird.

Machbarkeitsuntersuchung

Anlage 1 - Gutachtliche Stellungnahme zur Frage der Sohlensicherung und Kolkbildung am  Emssperrwerk bei Betriebsfällen zur Tidebeeinflussung

Anlage 2 - Sicherung der Gewässersohle in der Betriebssteuerungsvariante 4b zur Tidebeeinflussung – Vorplanung der Sohlsicherung

Anlage 3 - Einschätzung möglicher Umweltauswirkungen von Varianten der Tidesteuerung am Emssperrwerk

Anlage 4- Hydro- und morphodynamische Auswirkungen eines Tidesteuerungsbetriebes mit dem Emssperrwerk